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Die Jomswikinger
Blóðvitnir
Postfach 1527
54205 Trier


Wollin 2007
BerichteIm laufe der Zeit wurden die „Nachbarn“ immer aufdringlicher und versuchten den kleinen Trupp von dem Lagerplatz zu drängen. Die Anwesenden zeigten zwar Kompromissbereitschaft (was in Anbetracht der etwa einem dutzend Russen) auch angebracht war, jedoch nicht vollends willig den Platz ganz zu räumen. Nach stundenlangen Diskussionen in etlichen Sprachen waren sich die Parteien mehr oder weniger einig und man versuchte sich zu ignorieren. Am Freitag kamen dann auch die anderen Kämpfer.

Die tapferen Brüder Aslak und Meldric stellten sich am Freitag als erste dt. Jomswikinger der Herausforderung an der großen Schlacht von Wolin teilzunehmen.
Um erst einmal einen kleinen Überblick zu bekommen, stellte man sich in die letzte Reihe, jedoch befand man sich wenige Sekunden nach Beginn der Schlacht in der ersten Schlachtreihe.
Es wurden Hiebe abgewehrt, ausgeteilt und eingesteckt und nur die Dänenäxte (welche am äußersten Ende des 2m langer Schaftes geführt und mit Anlauf von oben auf die Helme geschlagen wurden!!!) konnten die beiden tapferen Recken zu Fall bringen.

Am nächsten Tag stießen dann auch MacOhl und Thjodolfr dazu und so waren es nun 4 Blodhvitnir dich sich den feindlichen Linien entgegen warfen.

Alle Helme wiesen nach den Schlachten erhebliche Dellen auf und Aslak konnte sogar zwei Schnitte im Helm verzeichnen. (Was kein Wunder war, da Klingen bis zu einer Schlagkante von 0,8mm zugelassen waren, so jedenfalls die gegebene Info.)

Am Sonntag brachen dann Fluten von Wasser auf das Gelände der Insel nieder. Das Wasser stieg von Minute zu Minute. Jeder versuchte auf seine Weise mit der depremierenden Situation fertig zu werden. Die Druzinnik, Siiri und Aslak verzogen sich den Morgen über, in eine Pizzaria in der Stadt, nach der Rückkehr stellte Aslak einen See mit einer Wassertiefe von 10cm in seinem Zelt fest und es wurde ernsthaft darüber nachgedacht, die Zelte abzubauen und wieder nach Hause zu fahren.

Den „befreundeten“ Russen nebenan ging es noch schlechter. Sie befanden sich in einer kleinen Senke, sodaß dort der „See“ noch tiefer war. Nach alter russischer Manier versuchten sie durch starken Vodka und lautes Singen die Stimmung oben zu halten. Was aber nicht so wirklich funktionierte, denn einer Übergab sich in den entstanden See und andere urinierten in den selbigen. Aber mehr und mehr Zelte wurden abgebrochen.

Am frühen Nachmittag wurde dann entschieden die Zelte abzubrechen. Es schüttete immer noch in Strömen. Nachdem die Autos geholt (bzw. teilweise ausgegraben wurden, da sie bis zu den Achsen im Schlamm feststanden) und eingeladen waren, wurde noch mal an einem Imbiss halt gemacht und sich gestärkt. Es wurde über das weitere Vorgehen beraten und gegen 19:00 Uhr wurde dann die Fahrt in Richtung Moesgard angetreten.
Nach einer aufregenden und sehr düsteren und geheimnisvollen Fahrt durch die neuen Bundesländer (nicht alle Navis finden Abkürzungen sinnvoll und Schleichwege stehen leider auch nicht auf allen Karten) erreichte das Gespann gegen 07:00 Morgens Moesgard.

Als die Mannen das Meer von Moesgard erreichte erblickten sie einen traumhafte und wundervollen Sonnenaufgang und man war glücklich, den Urlaub doch nicht abgebrochen zu haben.
Die Freude sollte aber nicht lange währen...


[Ben Marewski aka Aslak; Feb. 2008]
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